Wieso wir den Facebook "Like-Button" wieder entfernten

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Geschrieben am 22. Juni 2010
von georg konjovic

Update 11.07.: Auch die neuen twitter-Buttons werden wir vorerst nicht einsetzen. Die Probleme bzw. Fragestellungen sind sehr ähnlich zu denen bei Facebook. Mehr dazu in meinem privaten Blog: „Datenschutz ./. Neue twitter-Buttons

Update 23.06. 11:30: Wir freuen uns über das enorme Interesse, welches sich auch in den Kommentaren ablesen lässt. Nach dem heutigen Gespräch mit Facebook gehen wir von einer baldigen Lösung für das „Problem“ aus. Und davon, dass hamburg.de bald wieder seine Like-Buttons (datenschutzkonform) zurückbekommt.

Update 22.06. 16:30: Wir stehen in konstruktivem Dialog mit Facebook zu diesem Thema. Freut uns sehr, denn es zeigt, dass auch Facebook der Datenschutz ein wichtiges Anliegen ist.

Liebe hamburg.de Besucherinnen und Besucher,
gerne möchte ich Ihnen die Hintergründe für eine Maßnahme vom vergangenen Donnerstag erläutern: Das Entfernen des Facebook „Like-Buttons“ von allen Seiten des Stadtportals hamburg.de.

Falls Sie die Like-Funktion noch nicht kennen, empfehle ich Ihnen diese Quelle bei Facebook durchzulesen.

Ich hole ein wenig aus: Vor etwa 14 Tagen entschieden wir uns zunächst, den Like-Button ins Portal zu integrieren. Unsere redaktionellen Ansprechpartner bei der Freien und Hansestadt Hamburg sahen es so wie wir: Diese Funktion von Facebook passte ideal in die Strategie von hamburg.de. Wir möchten einerseits den Dialog mit unseren Besucherinnen und Besuchern gerne möglichst intensiv und überall wo sinnvoll führen (dazu zählt dieses Blog, unser twitter Account, unsere Facebook Fanpage, unser formspring-Profil usw.), aber auch die Vernetzung der User untereinander fördern (hierzu sollte ursprünglich auch die hamburg.de-eigene Community dienen, die wir aber auch aufgrund der enormen Marktsättigung durch Facebook kaum zum Laufen bringen können – Überlegungen hierzu laufen).

Der Facebook Like-Button ist nicht nur eine einfache Möglichkeit sein Gefallen an einem Web-Inhalt kundzutun („…. mag diese Seite …“), sondern lässt angemeldete Facebook-User auch sehen, welche anderen Kontakte aus dem eigenen Freundeskreis, welche Seiten gut finden. Ein schöner „word of mouth“-Effekt.

Inzwischen kommt beinahe keine News-Seite und kaum ein Blog ohne die neue Funktion von Facebook aus, der Like-Button ist fast überall sehr schnell integriert worden und wird von Usern eifrig genutzt. So auch bei hamburg.de. Unsere Seite zum Public Viewing zur WM in Hamburg erreichte binnen kürzester Zeit über 1.000 „Likes“. Betrachtet man den „long tail“, also die Summe aller – auch teilweise ganz unbekannten, mit sehr spezifischen Inhalten bestückten – URLs, so kamen locker über 10.000 Likes zusammen. Das ist (war) toll, diesen Weg woll(t)en wir weitergehen!

Bei aller Freude aber, entschieden wir am 17. Juni 2010 dennoch, die Funktion wieder zu entfernen. Der Schutz der persönlichen Daten unserer Besucherinnen und Besucher ist uns nicht nur eine juristische Pflicht (manch einer würde sagen „Last“), sondern liegt uns tatsächlich am Herzen. „Was du nicht willst, dass man dir tu‘, das füg‘ auch keinem anderen zu!“ – alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von hamburg.de sind selbst auch eifrige Nutzer des Stadtportals und natürlich vieler anderer Webangebote. Keiner von uns ist – bei aller einzelner Offenheit im social web – am Missbrauch eigener persönlicher Daten interessiert.

Problem: Der Button sammelt auch Daten von Usern, die ihn nicht klicken, also von jedem!

Die Frage, die wir (gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg) zu bewerten hatten: Wie wichtig ist es uns, definitiv zu wissen, was Facebook mit den per Like-Button gesammelten Daten macht? Bedingt durch die Art und Weise der Realisierung des Buttons konnten auch Daten von nicht bei Facebook angemeldeten Usern gesammelt werden. Eine Art zweites Web-Controlling würde bei Facebook entstehen: Jeder Schritt aller User bei hamburg.de könnte detailliert aufgezeichnet werden. Bedingt durch die breite Streuung des Buttons sogar Schritte außerhalb von hamburg.de mit dem Surfverhalten bei hamburg.de verknüpft werden. Bei unserem Web-Controlling Tool Sitestat legen wir größten Wert auf eine strenge Beachtung der Gesetzeslage (z.B. Anonymisieren wir die IP-Adressen vor der Verarbeitung so, dass kein Rückbezug auf konkrete Surfer möglich wird). Öffneten wir per Facebook Like-Button nun diese strenge Maßgabe für einen anderen Anbieter, ohne wirklich Kontrolle bzgl. der erfassten Daten zu haben?

Von Seiten Facebook existiert leider keine definitive, juristisch belastbare Aussage bzgl. der Sammlung oder besser: der Nicht-Sammlung dieser Daten. Das Unternehmen weist lediglich darauf hin, dass eine Verarbeitung nicht stattfindet und die gesammelten Daten nach drei Monaten gelöscht würden. Wieso nach drei Monaten und nicht drei Tagen oder Minuten? Wieso werden die Daten überhaupt erfasst, wenn keine Verarbeitung stattfindet?

Wir haben entschieden, den Weg der strengen Einhaltung von Datenschutzregeln weiter zu gehen. Dabei will ich ganz deutlich machen: Wir tragen nicht die teilweise absurden Vorstellung der Generation „Internetausdrucker“ mit, die die Realitäten des vernetzten Lebens mit digitalen Medien negiert, sondern begreifen als begeisterte Nutzer des Internets den Datenschutz als unbedingt notwendiges Regelwerk in einer angepassten, neuen Denkweise, die der subjektiven Wahrnehmung eines jeden einzelnen in Bezug auf schützenswerte Daten entspricht.

Den Facebook Like-Button haben wir entfernt. Sobald eine definitive und zufrieden stellende Aussage von Seiten Facebook zur Datenverarbeitung vorliegt, schalten wir ihn gerne wieder ein. Die Idee des Buttons ist sehr gut und unterstützenswert, die Umsetzung des Datenschutzes noch nicht.

Den Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationssicherheit haben wir über unsere Maßnahme und die Gründe hierfür informiert. Er nimmt auch die Aufsicht über Facebook in Deutschland wahr.

Mehr zum Thema z.B. bei chip.de.

Kategorie: Aktuelle Entwicklung 75 Kommentare »

75 Antworten zu “Wieso wir den Facebook "Like-Button" wieder entfernten”

  1. avatar Matys sagt:

    Jop, gut so!

  2. avatar soophie sagt:

    Wir haben das Problem anderweitig gelöst. Es gibt nun keinen like-Button mehr, sondern einen „Zeige Gefällt mir-Button“. Erst nach dem Klick auf diesen Button wird das iFrame zusammengebaut und ersetzt. Damit umgehen wir das mögliche Tracking von Nutzern. Wie sich das in der Praxis schlägt, müssen wir abwarten, da der User nun 2 Buttons klicken muss, um an etwas „Gefallen zu finden“.

  3. avatar Michel sagt:

    Gute Sache, hab ich nach ein paar Tagen auch von meinen Blog entfernt und mit einem Share-Button ersetzt: statische Grafik und Link auf die Share-Funktion. Vorteil: wenn jemand einen Artikel shared und es ist ein Bild im Artikel, wird es meist auch bei facebook angezeigt.

    Soophies Ansatz find ich auch schön :)

  4. auf jener Seite wo ich den FB-Like Button eingebunden habe, ist uns auch aufgefallen, dass dieses „Script“ Daten trackt. Deshalb habe ich nur den Link eingebunden + URL
    >> http://www.facebook.com/sharer.php?u=

    einfach ohne böses Script (:

  5. […] hamburg.de hat heute zum Thema Like-Button bekannt gegeben: Bei aller Freude aber, entschieden wir am 17. Juni 2010 dennoch, die Funktion wieder zu entfernen. […] Problem: Der Button sammelt auch Daten von Usern, die ihn nicht klicken, also von jedem! […] Bedingt durch die Art und Weise der Realisierung des Buttons konnten auch Daten von nicht bei Facebook angemeldeten Usern gesammelt werden. Eine Art zweites Web-Controlling würde bei Facebook entstehen: Jeder Schritt aller User bei hamburg.de könnte detailliert aufgezeichnet werden. Bedingt durch die breite Streuung des Buttons sogar Schritte außerhalb von hamburg.de mit dem Surfverhalten bei hamburg.de verknüpft werden. […]

  6. avatar Tobias Frank sagt:

    Ja – und wo klicke ich jetzt hier bitte den Like-Button? ;D

  7. avatar Marco sagt:

    @soophie

    kann ich das mal sehen wie das gelöst ist? wie ist denn deine url?

    danke

  8. avatar Dentaku sagt:

    Schlüssig argumentiert und konsequent gehandelt. Gut so.

  9. avatar lars sagt:

    Hm ich weiß nicht so recht^^ Nur weil der Button Daten sammelt? Mittlerweile sammelt doch alles irgendwelche Daten von einem jeden von uns … Es stellt sich zwar immer die Frage nach dem Grund des Sammelns an sich und dessen Verwendungszweck, aber so aufbauschen würd ich das jetzt nicht …

    • avatar Sammler und Jäger ;-) sagt:

      @Lars:

      Das Problem ist die Site-Übergreifende Sammlung von Daten. Somit lässt sich von FB über dich ein Persönlichkeitsprofil anlegen, je nach Surf Verhalten bis hin zu deinen realen Adresse.

  10. […] Datenschutzgründen die Like-Funktion von Facebook von seiner Website entfernt. Als Grund erklärt hamburg.de-Blogger Georg Konjovic in einem Eintrag vom 22. Juni 2010, dass der Button auch Daten von Usern sammle, die ihn nicht […]

  11. Finde ich sehr gut diese Entscheidung!

    Ich vermeide immer mehr Seiten, auf denen der Like Button zu finden ist.

    Ich bin mir sicher, dass man irgendwann nicht nur „liken“ kann, sondern auch einen Kommentar dazu abgeben kann und die Interaktion verlagert sich dann ganz auf Facebook.

    Und ich frage mich, wie lange es dauern wird, bis man einen Disclaimer haben muss, wie bei Google Analytics. Bin mir sicher, das wird kommen.

    @lars Ja klar, viele sammeln Daten. Nur habe ich in keine andere Firma so wenig Vertrauen wie in Facebook (ausser vielleicht in die Politik)

  12. avatar elcario sagt:

    Es gibt auch die Möglichkeit, die Buttons per Facebook-Framework einzubauen. Damit sollten theoretisch keine Daten von Nutzern weitergegeben werden, die nicht den Button klicken.

    Bsp:
    Das Framework auf jeder Seite (möglichst im Head)laden:

    window.fbAsyncInit = function() {

    FB.init({appId: ‚your app id‘, status: true, cookie: true,

    xfbml: true});

    };

    (function() {

    var e = document.createElement(’script‘); e.async = true;

    e.src = document.location.protocol +

    ‚//connect.facebook.net/de_DE/all.js‘;

    document.getElementById(‚fb-root‘).appendChild(e);

    }());

    Dann einen Like Button einfügen:
    <fb:like href="“ is_permalink=“true“ show_faces=“false“ layout=“standard“ width=“480px“ action=“like“ font=“verdana“ colorscheme=“light“ height=“15″>

    Fertig. Genau wie der Button kann auch eine Fanbox eingebunden werden.

  13. avatar Frank sagt:

    Danke! Genau aus diesen Gründen haben ich den Button bislang auf keiner der von mir verwalteten Seiten integriert (soviel zu „Kaum eine News-Seite oder Blog kommen ohne dies aus“).
    Was von Facebook kommt, beäuge ich erst kritisch. Und mit JavaScript-Spielereien wie zuvor geschildert, möchte ich dann nicht auch noch anfangen.

  14. @elcario: Vielen Dank für den Hinweis. Wir werden uns das ansehen!

  15. avatar Johannes sagt:

    @elcario Bei deiner Möglichkeit muss der User aber auch bei jedem Request die Javascript-Datei von den Facebook-Servern laden. Somit übermittelt dein Browser ebenfalls IP und aufgerufene Seite an Facebook.

  16. avatar whoelse sagt:

    finde ich super so! endlich mal eine organisation die mitdenkt!

  17. avatar Olli sagt:

    Bullshit, wenn der Nutzer nicht eingeloggt ist, können auch keine Daten gesammelt werden. Warum wird bei Facebook jetzt unterschieden, was bei Google zur Normalität gehört, um deren Dienste zu sammeln.

    Das ist Opfertum an der Hype-Geschichte rund um Aigner und Co.

    Sorry, aber mich regt das auf. Die Verantwortung des Nutzers wird nun an die Dienstleister übergeben, wenn ich aber gegen nen Baum fahre und mich bei BMW beschwere, dass ich zu doof bin deren Auto zu bedienen, werde ich für bescheuert erklärt???

  18. @Olli: Ich sehe das nicht wie du. Denn es können auch ohne Login Daten gesammelt werden: Der Like-Button wird von Facebook-Servern geladen, deine IP kann dort also gespeichert werden. Es ist aus unserer Sicht absolut keine Panikmache „rund um Aigner“, im Gegenteil – ich hatte mich im Blogpost eindeutig von irrationalen und unrealistischen Datenschutzforderungen distanziert. Doch hier konkret geht es um die Möglichkeit der Profilbildung im großen Stil ohne Kenntnis der User. Dies möchten wir gerne im Interesse unserer Besucher ausschließen und darüber sprechen wir gerade intensiv mit Facebook.

  19. avatar Nedim Sabic sagt:

    Ich denke man kann es mit diesen Persönlichkeitsrechten auch übertreiben, besonders wenn man sie wegen „guten Gewissens“ macht. Ich denke dass ihr langzeitlich gesehen hier einen Fehler gemacht habt, den Like Button zu entfernen. Aber, es ist auch mal wieder gu zu sehen, dass nicht alle bei dem Hype mitmachen. Mal Sehen wie die anderen Springer-Verlag Websites mit dem Like Button umgehen werden.

  20. […] nach dem ich bei blog.hamburg.de das hier gelesen habe, hab ich kurzerhand entschlossen, das PlugIn wieder zu […]

  21. avatar Loy sagt:

    Einige Kommentare sind für mich nicht nachvollziehbar. Wie egal kann einzelnen Leuten ihre Privatsphäre eigentlich sein?

    Facebook kann die genaue Besuchsreihenfolge und Verweildauer auf allen Seiten tracken, die den Button einbinden. Da es zwischenzeitlich sehr viele sind, kommen da Unmengen an Daten und genaue Interessensprofile zusammen.

    Wenn irgendwo ein Cookie rumliegt oder ein Facebook-Login NACH DEM Surfen auf entsprechenden Seiten erfolgt, werden die Daten dem Profil und somit dem echten Namen zugeordnet.

    Bei dem was sich Facebook bisher geleistet hat [1], ist es für mich vollkommen unverständlich, wie einigen das egal ist.

    [1] http://www.anonym-surfen.com/die-schattenseite-des-facebook-grunders/

  22. avatar frank sagt:

    unglaublich, aber wieder mal typisch deutsch… die restlich welt nutzt die chancen der neuen „technik“ und bei uns regt man sich wegen jedem scheiss auf.

    99 % der facebooknutzer ist das doch eh total egal was gesammelt wird, oder warum stellen die jeden käse online was sie gerade machen. aber das restliche eine prozent regt sich auf – privatsphäre und so. löscht doch einfach euer facebook account und gut ist! aber lasst die anderen 99 % ihren spass haben.

    Kasperletheater in Reinform

  23. @frank: Bitte lies dir das Ursprungsposting genau durch. Es geht überhaupt nicht darum, welche Daten Facebook von registrierten Usern sammelt. Da sind wir weitgehend bei dir: Die User wollen Daten preisgeben und wissen worauf sie sich einlassen. Vielmehr geht es um die Sammlung von Daten von Surfern, die nicht (!) Facebook-Mitglieder sind. Und das ist doch ein ganz anderes Thema und nicht typisch deutsch 😉

  24. @Olli: Auch ich sehe die Paralelle zu Google (Ads & Analytics).

    Jedoch finde ich sollte die Reaktion nicht sein: „Lasst FB doch machen“, sondern man sollte seine Haltung zu Google überdenken.

    Ich nutze die Google-Dienste, aber habe mich z.B. gegen GA und für das dezentrale Piwik entschieden.

  25. avatar frank sagt:

    nein, nein, du hast mich nicht richtig verstanden 😉 solange ich kein facebook mitglied bin, kann mein surfverhalten auch nicht zugeordnet werden.

    und facebook mitglieder wollen ja anscheinend ihr surfverhalten preisgeben, oder warum wird dieser button denn überhaupt geklickt :)

    ich verstehe das problem nicht? die leute die an akuter datenparanoia leiden, löschen doch eh schon sekündlich ihre cookies oder verweigern sich jeglicher javascript-unterstützung.

    warum eine funktion „Like-Button“ entfernen, wenn diese von vielen benutzt und gewünscht wird?

    hier wird einfach panik verbreitet, obwohl kein grund für panik existiert.

  26. @frank: Ok, danke. Ich hatte dich tatsächlich falsch verstanden. Von Panik halte ich auch nichts. Wir haben bewusst keine Pressemitteilung versandt, sondern „nur“ unsere Stammuser per Blog informiert, da uns schon die ersten Rückfragen zum Verbleib des Buttons erreichten.

  27. Gott sei Dank kann ja jeder Portalbetreiber selbst entscheiden, wie hoch seine moralischen Ansprüche sind. Ich persönlich finde es weit überzogen, würd mich nicht gegen neue Technologie stellen. Aber ich bin auch kein Leser des Hamburgblogs – berührt mich also nicht wirklich. Ein bischen erinnert mich die Diskussion allerdings an Ende der 90er Jahre, wo die pösen, pösen Suchmaschinen erstmals das Thema Urheberrecht angepinkelt haben. Unzählige Gerichtsverfahren später ist jeder froh, wenn seine geistigen Ergüsse auch in Google indiziert werden. Ja mehr sogar: Es wird ein Vermögen Geld ausgegeben, um ja ganz oben in den Google Treffern zu landen. Soviel dazu – in ein paar Jahren wird die Geschichte über eure Reaktion schmunzeln.

  28. @Thomas: Es geht nicht um die Integration des Like-Buttons in dieses Blog, Darüber müsste man ja gar nicht groß diskutieren. Es geht um seine Integration auf http://www.hamburg.de, dem offiziellen Stadtportal für Hamburg. Bei rund 700.000 Unique Visitors im Monat und weit über 30 Mio. Seitenabrufen bekommt das Thema aus meiner Sicht einen anderen Stellenwert.

  29. avatar Nicole Simon sagt:

    Zwei Herzen schlagen in meiner Brust: Ich möchte die Vorteile des Like-Buttons nutzen (sowohl auf Facebook-Seite als auch als Betreiber von Webseiten), aber das Problem ist da: Sammeln von Daten in einem Ausmaß, die die meisten sich einfach nicht vorstellen können.

    Und das ist das Problem: Weder können sich die „ist doch gar nicht so schlimm“ Meiner vorstellen, daß man damit etwas anfangen kann (man kann, und Firmen bezahlen *verdammt* viel Geld dafür solche Daten ausgewertet zu bekommen) und es kann auch für den einzelnen schädlich sein.

    Denn, Irrglaube 2: Man kann mich nicht identifizieren. Darum geht es auch nicht, es geht darum, den User in Boxen zu packen, und mit Logins auf anderen Diensten, mit Besuchen von speziellen Webseiten mit Profilinfos in URL usw usw kann man mehr zusammenbauen, als die Menschen sich das gemeinhin vorstellen (können).

    Soophies iframe-Lösung finde ich dabei am intelligentesten – vielleicht kann man sie noch mal anmailen, ob sie darüber bloggen mag? Kann man gut verlinken. 😉

  30. @Georg Gerade bei größeren Portalen bringt eine solche Integration extrem viel. Wir betreiben ja auch ein Reiseportal in ähnlichen Größenordnungen – unser Traffic von Facebook wächst von Woche zu Woche. Das „Tom gefällt xy“ oder „Tom empfiehlt xy“ im Newsfeed deiner Freunde ist ein unglaublicher Driver. Wenn man es sich leisten kann, auf hoch qualifizierten Traffic zu verzichten – umso schöner. Als kommerzieller Betreiber können/wollen wir uns diesen moralischen Luxus bedauerlicherweise nicht gönnen.

  31. avatar HollyGhost sagt:

    Und was ist mit der Facebook-Box auf der Startseite rechts von hamburg.de? Ist das nicht das Gleiche? Da ist auch ein „Like-Button“ von FB mit drin.

    Was ist mit der Integration von Google-Maps?

    Was ist mit den Cookies von Amazon Webservices die man bei hamburg.de verpasst bekommt bzw. den JavaScripts die von dort geladen werden?

    Was mit Werbung an sich? Was macht nuggadd.net mit Daten? (Mal die Datenschutzrichtlinie davon durchlesen, spannend!)

    Gleiches Spiel mit doubleclick.net auf hamburg.de

    Gut, mit Adblocker und Firefox bekommt man davon nichts zu Gesicht, aber darum gehts ja hier nicht.

    Wo ist also das Problem mit dem Like-Button? Konsequenz müsste dann noch etwas weiter gehen…

    Lg,
    HollyGhost

  32. avatar Rohrdommel sagt:

    Ich halte den Schritt für absolut richtig.

    Ich glaube, dass alle Nörgler und „Aigner“-Schreier hier keinen blassen Dunst haben, wie die technischen Zusammenhänge diesbezüglich überhaupt aussehen. „Das machen alle, und deswegen kann es ja gar nicht böse sein.“
    Ich empfehle an dieser Stelle mal, den ein oder anderen Artikel aus der IT-Fachpresse zu lesen. Ist ein bisschen trocken, vielleicht muss man mal den ein oder anderen Zusammenhang recherchieren – halt keine bunten Facebook-Klickiklicki-Bilder.
    Aber es hilft.

    Der springende Punkt ist in der Tat, dass auch von Nicht-Usern Daten (neben IP wohl auch Cookie-Tracking, oder?) gesammelt werden (macht Facebook übrigens auch an anderen Stellen, Stichwort externe Adressbücher), die das unter Umständen gar nicht möchten.
    Bei allen Facebook-Nutzern könnte man halb-ruhigen Gewissens sagen, dass es deren eigenes Abwägen ist.
    Da ich aber auch glaube, dass ein großteil der User gar nich begreift, welche technischen Möglichkeiten bestehen, sind sie auch gar nich in der Lage zu begreifen, welche Auswirkungen ihr handeln hat.

    Wir haben ja auch einen stark ausgeprägten Verbraucherschutz, der m.E. nur deswegen notwendig ist, weil man den Verbraucher vor seiner eigenen Dummheit schützen muss 😉

  33. @Rohrdommel: Ein Cookie hinterlässt der Like-Button bei nicht angemeldeten Usern nicht.

  34. avatar Rohrdommel sagt:

    Ok. Aber solang es keine klaren Policys seitens Facebook gibt, könnte ein Cookie ja wohl jederzeit nach deren Belieben kommen, nehme ich an.

  35. avatar Gerald sagt:

    Was ist es jetzt nochmal genau der Grund, warum doubleclick.net und google.com OK sind, facebook.com aber nicht?

  36. avatar Martin Schobert sagt:

    Gratuliere – ein engagierter Schritt. Bin interessiert wer Euer Ansprechpartner bei Facebook ist mit dem man diese Dinge als ‚einzelner‘ Website-Betreiber sprechen kann, bzw wie ernst nimmt Facebook Eure Forderungen? Was verlangt ihr genau von Facebook? Wie ist deren Reaktion? Was ist intensiv?

    Mein Fazit – ich bin bei Holyghost: Ist man konsequent datenschutz-bedacht darf es zahlreiche Anwendungen auf Websites gar nicht geben – alle sammeln Daten. Weist ihr Besucher von hamburg.de darauf hin ihr User-Verhalten auf Google Maps von Euren integrierten Google Maps Karten an einen Server in den USA geschickt werden? Aus meiner Sicht also ist Euer Schritt nachvollziehbar, mutig – aber eben nicht konsequent genug um den Datenschutz Eurer Besucher ehrlich zu gewährleisten.

  37. @Martin, Gerald, Holyghost: Es gibt von uns keine Aussage a la „die anderen Anbieter sind frei von Sünde“. Ich halte es aber für falsch, das Anpacken eines konkreten Themas Like-Button von Facebook in seiner Wirkung dadurch zu entkräften, dass sogleich kritisiert wird, dass nicht weitere Anbieter entfernt würden. Beim Aufräumen der Wohnung fange ich mit einem Zimmer an und mache später mit weiteren Räumen weiter. Sollte man gar nicht erst die Küche saubermachen, weil das Bad ja noch dreckig ist?

    Zu nugg.ad: Dieser Anbieter ist datenschutzrechtlich unabhängig zertifiziert worden und aus unserer Sicht unbedenklich. Informationen gibt’s direkt bei nugg.ad unter http://nugg.ad/de/unternehmen/datenschutz/uld

    Zu doubleclick: Hier haben wir juristisch belastbare Aussagen bzgl. der korrekten Datenverarbeitung, die den deutschen Gesetzen unserer Einschätzung nach genügen.

    Zu Google: Wir prüfen gerade, ob hier Konsequenzen (z.B. deutliche Hinweise auf mögliche Datenverarbeitung des Anbieters) notwendig sind.

    Weil’s mir wichtig ist: Wir wollen nicht die Verarbeitung von Daten verhindern oder gar verteufeln. Die Auswertung von Nutzerdaten und die Bildung von anonymen Profilen ist wichtig. Beides muss nur eben gesetzeskonform ablaufen.

    @Martin: Unser Kontakt verläuft via Telefon und E-Mail und ist tatsächlich sehr ehrlich. Wir sprechen offen mit Facebook, wir verstehen die Ziele von Facebook, Facebook versteht unsere Bedenken. Beste Voraussetzungen, um dieses Thema bald zu lösen. Unsere einzige Bitte an Facebook ist, den Like-Button für Nicht-angemeldete User so zu gestalten, dass die Datenerfassung juristisch korrekt verläuft. Weitergehende „Forderungen“ haben wir nicht adressiert.

  38. @Georg Um bei deinem Beispiel Wohnung zu bleiben: Ich bin skeptisch, wenn jemand behauptet: „Mir ist Sauberkeit extrem wichtig, speziell die Küche“ und alle Zimmer seiner Wohnung sind extrem dreckig. Da bleibt halt ein leichter Nachgeschmack der Unglaubwürdigkeit.

  39. […] Facebook-Like Button ist aus den bekannten Datenschutzgründen (ein guter Artikel dazu ist hier zu finden) […]

  40. […] Nun las ich vor zwei Tagen auf der Webseite fixmbr.de den Artikel “Der nächste bitte: hamburg.de entfernt Like-Button von Facebook”, in dem ein Artikel von hamburg.de thematisiert wird, der erklärt, warum hamburg.de den facebook “LIKE-Button” wieder von seiner Seite entfernt hat. […]

  41. […] wenig Hintergrundlektüre zu diesem Blogpost findet sich bei Blog.Hamburg.de wie auch […]

  42. Herrje, man kann es auch übertreiben. Ich denke, dass der Like-Button mehr Nutzen als Schaden bringt. Wie hier schon erwähnt wurde, werden immer irgendwelche Daten gesammelt. Wie viele Seiten sind heutzutage noch besuchbar, wenn man Cookies deaktiviert? Wer Facebook und/oder Cookies vermeiden möchte und auch sonst Angst vor jeglicher Datenerfassung hat, sollte besser gar nicht mehr ins Internet gehen.

  43. avatar Ewald sagt:

    Und weil es eh ständig Verkehrsunfälle gibt, fährst du auch bei Rot üder die Kreuzung. Bin stolz auf dich.

  44. avatar Anonymous sagt:

    […] und schreibt in seinem Blog, wieso dieser Button dort wieder ausgebaut wurde.Sehr lesenswert: http://blog.hamburg.de/2010/06/22/wieso-wir-den-facebook-like-button-wieder-entfernten/Greetz […]

  45. avatar Jürgen sagt:

    Wie kann ich den Like-Buttone datenschutzkonform einbauen?

    Danke und Gruß!

  46. Hallo

    Ich kann mich nur anschließen: der richtige Schritt. Der Like-Button und das Thema Datenschutz passen in dieser Form zur Zeit nicht zusammen. Follower und Aufmerksamkeit hin oder her.
    Daher ist der Schritt nur konsequent, eine Veränderung anzustoßen oder auf den Button gänzlich zu verzichten.

    Die Kritik wegen der anderen „bedenklichen“ Programme und Funktionen wurde meines Dafürhaltens nachvollziehbar entkräftet.

    „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“ wäre noch ein passendes Stichwort für den einen oder anderen Kommentator.

    Thumb up

  47. […] Nicht jeder kann sich mit dem Gefällt-Mir-Button von Facebook anfreunden. Vor zwei Wochen haben wir noch über die Vorteile des Gefällt-Mir-Buttons berichtet – jetzt gibt es bereits die ersten Webseiten, die sich von diesem Tool wieder verabschieden: […]

  48. avatar Micha sagt:

    Interessehalber: Ist denn nach dem Gespräch mit Facebook am 23.6. noch was passiert? Das Update klang doch so optimistisch …

  49. […] da gibt es ein Problem, siehe dazu einen Artikel auf dem Hamburg-Blog. Diesen Artikel […]

  50. @Micha: Wir sprechen weiterhin und sind optimistisch. Ist aber keine Frage von Stunden/Tagen.

  51. […] Betreiber von hamburg.de sind nun auf dieses Problem aufmerksam geworden und haben das Facebook-Feature von ihren Seiten […]

  52. avatar Rohrdommel sagt:

    @Adam Piechowski: Ohne Cookies kommt man erstaunlich weit. Mir fällt gerade nur der Google Account ein, der nicht funktioniert.
    Es gibt aber eine viel bessere Lösung: Cookies temporär erlauben. Sprich nach dem Webseitenaufruf werden sie durch schließen des Browsers wieder gelöscht.
    So einfach lassen sich Funktionalität und Datenschutz vereinen.

    Genauso sollte man auch mit der Browserhistory verfahren, Stichwort History Stealing.

  53. avatar Andreas Wiegenfels sagt:

    Ich habe einen ziemlich guten Beitrag gefunden zu dem Thema von einem Rechtsanwalt. Dieser ist der Meinung die Plugins sollten in den Datenschutzhinweisen erläutert werden sind dann aber im übrigen auch zulässig. Etwas lang aber sehr zu empfehlen:

    http://www.thomashelbing.com/de/facebook-social-plugins-datenschutz-bdsg-datenschutzhinweise-privacy-policy-like-button-gefallt-mir

  54. avatar Andreas Wiegenfels sagt:

    Ein sehr ausführlicher und aus meiner Sicht sehr überzeugender Beitrag, dass die Plugins zulässig sind, wenn man sie in den Datenschutzhinweisen erläutert hat diesre Anwalt geschrieben:

    http://www.thomashelbing.com/de/facebook-social-plugins-datenschutz-bdsg-datenschutzhinweise-privacy-policy-like-button-gefallt-mir

    „Der Beitrag erläutert Hintergrund und Funktionsweise der Facebook Social Plugins und erklärt, wie Webseitenbetreiber ihre Nutzer über den Einsatz der Plugins in den Datenschutzhinweisen informieren müssen. Darüber hinaus wird diskutiert, ob die Einbindung von Facebook Social Plugins nach deutschem Datenschutzrecht zulässig ist.“

    Sein Fazit:

    „Die Ausführungen zeigen, dass der Einsatz der Social Plugins neben einer Erläuterung in den Datenschutzhinweisen noch eine Reihe weiterer Rechtsfragen aufwirft. Nach hier vertretener Auffassung liegt wohl bereits keine Datenübermittlung vor, jedenfalls aber ist diese von einer Erlaubnisnorm gedeckt und die Einbindung der Social Plugins deshalb rechtmäßig möglich.“

  55. […] (oder auch “Gefällt mir”-Schaltfläche) zu setzen, bereitet mir und anscheinend auch anderen zunehmend Unbehagen. Auch als Nutzer von Facebook geht es Facebook nichts an, ob und wie lange ich […]

  56. […] zu Facebook auf ihrer Webpräsenz angebracht. Letzte Woche wurde dieser wieder entfernt. Auf dem Blog der Stadt Hamburg wird erläutert, dass momentan ein konstruktiver Dialog mit Facebook bestehe, um eine […]

  57. […] Wieso wir den Facebook “Like-Button” wieder entfernten Falls Sie die Like-Funktion noch nicht kennen, empfehle ich Ihnen diese Quelle bei Facebook durchzulesen. […]

  58. avatar Christian sagt:

    @ Georg Konjovic: Was heisst das denn, dass es keine Frage von Stunden/Tagen ist? Rechnet Ihr mit einer Lösung in einigen Monaten? Wie aufgeschlossen ist man denn bei Facebook?

  59. @Christian: Facebook ist aufgeschlossen und versteht die Problematik bzw. unsere Bedenken. Da es jedoch keine regional unterschiedlichen Facebook-Versionen gibt, verstehen wir natürlich, dass jede technische Veränderung gut durchdacht werden will. Zur Zeit finden nach unserem Kenntnisstand entsprechende Gespräche zw. Deutschland und den USA statt. Wir werden sehr konstruktiv auf dem Laufenden gehalten.

  60. […] zu Facebook auf ihrer Webpräsenz angebracht. Letzte Woche wurde dieser wieder entfernt. Auf dem Blog der Stadt Hamburg wird erläutert, dass momentan ein konstruktiver Dialog mit Facebook bestehe, um eine […]

  61. I Don’t ‚Like‘ the Facebook Like-Button…

    Der Facebook Like-Button. Vor kurzem in meine Blogs (mediaclinique, lead/marke, inspiration/leader) integriert, muß er nun wieder weg. Irgendwie mag ich ihn nicht. Er verursacht so ein unbestimmtes Gefühl, ein Kribbeln, noch keine Gänsehaut. Ich trau i…

  62. […] Der Knackpunkt, der zu dieser Entscheidung führte, fand sich wenige Tage später im Weblog: Problem: Der Button sammelt auch Daten von Usern, die ihn nicht klicken, also von jedem! (…) […]

  63. […] wieder Entfernen des Like-Buttons auf dem Hamburger Stadtportal hamburg.de, dessen Geschichte im stadteigenen Blog sehr schön nachzulesen ist. Einen Aufschrei in der Hamburger Medienlandschaft habe ich dazu nicht […]

  64. […] [1] hamburg.de Blog [2] Internet-Law [3] 20 Gründe gegen facebook [4] Datensammler greifen zu [5] Der Abschiedsbrief […]

  65. […] Network verknüpft haben – was z.B. die Macher von hamburg.de dazu bewogen hat, (zeitweise) den Like-Button wieder zu entfernen. Momentan wird auch darüber diskutiert, inwieweit der Like-Button gemäß der deutschen […]

  66. avatar Mike sagt:

    Ich verstehe das vollkommend dass ihr die User schützen wollt. Finde ich sehr gut.

  67. […] hamburg.de den Facebook “Like it”-Button von ihrer Seite nahmen und dies ausführlich begründeten. Dieser Button wird mittels des HTML iframe-Tags eingebunden, wodurch bei einem Aufruf einer  […]

  68. […] auf ihrer Webpräsenz angebracht. Letzte Woche wurde dieser wieder entfernt. Auf dem Blog der Stadt Hamburg wird erläutert, dass momentan ein konstruktiver Dialog mit Facebook bestehe, um eine […]

  69. avatar Max sagt:

    Guter Artikel.

    Schade, wie es facebook im allgemeinen mit Datenschutz hält.
    fb wäre nämlich ansonsten eine tolle Sache.

  70. avatar iframesAreEvil sagt:

    einfach lösung ist keine iframes zu verwenden! statt dessen läßt sich eine normale grafik verlinken!

    der mehraufwand hält sich übrigens in grenzen sofern man sein cms ein wenig kennt.

  71. avatar Jens sagt:

    Guten Tag,
    hat jemand schon weitere Informationen zum Thema „Offizieller Twitter-Button“, bzw. ist dort eine Anpassung geplant, um einen datenschutzkonformen Einsatz zu ermöglichen?

  72. Der Button-Code ist ja nicht gerade sehr komplex..
    Können die hamburg.de Webdesigner nicht einfach einen eigen Button kreieren, der AUSSCHLIESSLICH eine Verlinkung auf der Pinnwand des Anklickenden auslöst?

  73. avatar jürgen sagt:

    Nun ich denke es war eine richtige Entscheidung. Es bleibt abzuwarten wie die Gerichte und Abmahner vorgehen werden, da nun auch sehr viele Onlineshops den Button nutzen und in ihren Datenschutzrichtlinien von dem sorgfältigen Umgang mit den Daten der Besucher sprechen.
    Ich denke da kommt noch ein „dickes“ Ding, wäre ein wunder wenn nicht.

  74. Ich finde dieses Theater recht unsinnig. Wer im Internet unterwegs ist, hinterlässt nun einmal Spuren. Daran wird auch kein Datenschutzgesetz etwas ändern. Zumal wir mittlerweile gelernt haben sollten, dass wir in einer globalen Welt leben, in der unsere meist völlig übertriebenen deutschen Gesetze nicht viel gelten.

    Es ist nämlich ziemlich einfach, deutsche Projekte im Ausland zu hosten und schon ist die Verwendung der Facebook-Buttons überhaupt kein Problem mehr. Oder was ist, wenn man auf österreichischen Portalen surft, oder auf Webseiten von Deutschen, die z.B. in Australien leben, wen interessieren da noch die deutschen Datenschutzgesetze?

    Viel wirkungsvoller: man kann den Browser (mit Firefox jedenfalls geht das) so konfigurieren, dass Cookies nach jeder Sitzung gelöscht werden. So macht man es Datensammlern sehr schwer 😉

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